Weltposttag – Wie der kleine Tiger und der kleine Bär die Post erfanden

Detailaufnahme einer Seite aus dem Buch "Post für den Tiger" neben Schreibfeder und Graspapier Briefhülle

Alles begann mit dem kleinen Tiger, der Sehnsucht nach dem kleinen Bären hat. Er bittet den Bären, ihm einen Brief zu schreiben, während er draußen am Fluss Fisch fängt. Damit der kleine Tiger den Brief lesen kann, bevor der Bär zurück nach Hause kehrt, bitten sie den schnellen Hasen ihn zu überbringen.

Schnell wollen alle Waldbewohner Briefe schreiben, sodass der Hase die Arbeit nicht mehr allein bewältigen kann. Also stellt er andere Hasen als Briefträger ein. Eine kurze Instruktion, dass sie schnell und schweigsam sein müssen, die Briefe nicht lesen dürfen. Gelbe Kästen an den Bäumen, damit die Hasen die Briefe nicht mehr bei jedem abholen brauchen. So erfinden die Freunde den Postversand!

„Post für den Tiger“ ist ein wunderbares Janosch-Buch, voll mit seinen zauberhaften Illustrationen, zeitlosen Weisheiten und schnodderig-herzlichen Geschöpfen. Die Entstehung der Post ist dann aber doch nicht so fix erzählt.

Die Geschichte des geregelten Briefverkehrs ist lang. Und eine Reise bis zurück in das Alte Ägypten unternimmt man nicht mal so nebenbei. Dennoch möchten wir mit Euch heute einen kleinen Ausflug in die Zeit der Reiter, Pferde und Postkutschen machen. Denn wir feiern den Weltposttag!

Ihr erfahrt, warum es den Gedenktag gibt und er sich am 09. Oktober jährt. Außerdem zeigen wir Euch, wie Ihr den heutigen – zugegebenermaßen leicht angestaubten – Postversand ordentlich aufpeppen könnt.


Die Geschichte der Post

Bereits in der Vorantike und Antike hat es im Alten Ägypten und Babylonien zu staatspolitischen und militärischen Zwecken erste Ansätze eines Nachrichtenwesens gegeben. Die Pharaonen etwa setzten Kuriere für die Verbreitung ihrer Dekrete im Staatsgebiet ein. Die moderne Postgeschichte hingegen begann in der Frühen Neuzeit, als die geordnete Überbringung mit Reitern und Pferden im Staffetensystem eingeführt wurde. Und die Nachrichtenübermittlung für die Allgemeinheit zugänglich wurde.

Die erste räumlich und zeitlich zentral organisierte Postlinie war ab 1490 der Niederländische Postkurs zwischen Innsbruck und den Burgundischen Niederlanden. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Postverbindung bis in das spanische Kastilien verlängert. Weniger später gab es nach Bedarf Postkurse bis Neapel, Verona, Rom und in weitere Städte.

Dabei wurden beachtliche Strecken bewältigt. Durch rationelle Pferde- und Reiterwechsel an eigens eingerichteten Poststationen und eine straffe Organisation konnten pro Tag ganze 166 Kilometer Postweg zurückgelegt werden. Mit den Jahren gab es immer mehr solcher Postdienste. Die Postkutschen wurden 1648 nach Ende des Dreißigjährigen Krieges eingeführt. Zusammen mit den Postsendungen waren auch zahlende Reisende auf dem Weg zur nächsten Herberge an Bord. Schon bald waren die Postrouten von Gaststätten gesäumt, die mit den Postgesellschaften kooperierten. Bis heute kann man vielerorts im „Gasthaus zur Post“ speisen.

Fotografie | Postkutsche mit Pferden vor Bahnhofsgebäude Liestal„Fotografie | Postkutsche mit Pferden vor Bahnhofsgebäude Liestal“ is licensed under CC BY-SA 4.0

Um 1800 bestanden schließlich zwischen allen mitteleuropäischen Städten regelmäßige Postverbindungen. Für die Regelung der internationalen Zusammenarbeit von Postunternehmen und -behörden wurde 1874 der Weltpostverein gegründet. Er definierte die Rahmenbedingungen des grenzüberschreitenden Postverkehrs und übernahm die Abrechnung der anfallenden Postgebühren.


Der Weltpostverein

Als Janoschs Elefant an seine Frau in Afrika schreiben will, sagt ihm der Hase: „Nach Afrika kann ich nicht laufen. Das wäre Luftpost. Den befördert die Brieftaube hinüber.“

Natürlich ist die Realität im internationalen Postverkehr ebenfalls wesentlich komplexer. 😉 Um eine weltumspannende, zeitnahe Zustellung von Briefen und Paketen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg sicherzustellen, ist eine zentral-koordinierende Instanz notwendig. Als zweitälteste Organisation der Welt, ist das der Weltpostverein (WPV; englisch: Universal Postal Union – UPU). Seit 1947 ist er eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat heute 192 Mitgliedsstaaten.

Seinen Sitz hat der WPV in Bern, wo alle vier Jahre seit seiner Gründung der Weltpostkongress organisiert wird. Anlässlich des Jahrestages der Vereinsgründung findet seit 1969 am 09. Oktober der Weltposttag statt. Er soll die zentrale Rolle der Post im Geschäfts- und Privatleben sowie ihren Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den öffentlichen Fokus rücken.

File:Flag of UPU.svg„File:Flag of UPU.svg“ by Denelson83 is licensed under CC BY-SA 3.0

Viele Postunternehmen nutzen den Weltposttag, um neue Postprodukte und -services vorzustellen. Oft erscheinen zum Weltposttag Sonderbriefmarken und -stempel. Zusammen mit der UNESCO organisiert der Weltpostverein seit 1971 jährlich einen Briefschreibwettbewerb für Kinder und Jugendliche mit Auslobung der Preise am Weltposttag. Mit der International Letter Writing Competition werden rund um den Globus junge Menschen zum Briefeschreiben animiert.

Die Anzahl an Briefsendungen ist nämlich in den letzten Jahren zurückgegangen. Dennoch wurden 2020 laut Statista immerhin 14,3 Milliarden Briefe von der Deutschen Post befördert.

Zwischen Rechnungen und alltäglichen Werbeschreiben sorgen persönliche Briefe in der Post für besondere Freude. Im Blogartikel zum Tag des Briefeschreibens haben wir Euch erzählt, was sie so herzerwärmend macht.


Besondere Briefumschläge – Ausgesucht statt alltäglich

Der erste Auftritt gehört immer dem Briefumschlag. Durch ihn sieht man schon beim Blick in den Briefkasten: Da ist besondere Post für mich!

Auch bei geschäftlicher Korrespondenz schafft ein besonderes Kuvert Aufmerksamkeit. Umschläge in Sonderformaten, die sich von der Norm unterscheiden, in wirkungsvollen Farben oder mit spezieller Oberflächenstruktur machen einfach neugierig und heben sich von der Alltagspost ab.

Zum Weltposttag haben wir natürlich ein paar Vorschläge für Euch rausgesucht:

Bei unseren Colorplan Umschlägen stehen nicht weniger als 55 (!) Farben zur Auswahl, dazu sechs unterschiedliche Formate. So ergibt sich eine 330 Varianten-starke farbenfrohe Vielfalt.


C4 Umschläge stechen allein durch ihre Größe aus der normalen Post heraus. Sie eignen sich ideal als Versandhülle zum Beispiel für Kataloge und Broschüren, Produkte und kleine DIY-Kits.


Metallische Hüllen, wie unsere Metallics gebürstet Briefumschläge, verschaffen Eurer Sendung einen glänzenden Auftritt. Bei diesem Papier erzeugt die pudrig strukturierte Papieroberfläche zarte Lichtreflexe. Ihr findet aber auch noch eine ganze Reihe anderer Metallicpapiere, mit denen Ihr sowohl für subtil-exklusive Optik, als auch für eine gute Portion Extravaganz sorgen könnt.


Quadratische Umschläge tanzen aus der Reihe ihrer rechteckigen Kollegen! Das Sonderformat fällt ins Auge und eignet sich ideal für individuelle Gestaltungsideen.


Ultra Neon Hüllen sind keine Kompromisslösung! Diese Briefumschläge sind knallig, laut und dieses Jahr voll im Trend. Die auffälligen Farben fügen sich aber auch problemlos in stilvolle Gestaltungen. Glaubt Ihr nicht? Dann schaut mal in unsere Herzensempfehlung für das Ultra Neon Papier.


Auch mit Graspapier Briefumschläge setzt Ihr ein Statement – und zwar für nachhaltige Kommunikation. Optisch kommen die zartgrün-gelblichen Kuverts dezent daher, dennoch sind sie nicht weniger wirkungsvoll. Absolut besonders: Beim Öffnen ist ihr leichter Eigengeruch nach Heu wahrnehmbar.


Umschläge mit Bindfadenverschluss – Der japanische Wickelverschluss ist das Highlight dieser aufwändig gearbeiteten Kuverts. Die traditionelle Verschlussart per Bindfaden aus dem Land des ewigen Lächelns sollte für den Postversand am besten mit einem kleinen Knoten fixiert werden. So lassen sich im Bindfadenkuvert zum Beispiel auch kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten ansprechend verpackt versenden.

Die Deutsche Post erklärt auf einer umfassenden Infoseite, worauf Ihr beim Briefversand achten müsst. Spezielle Umschlagformate und -Gestaltungen können durchaus mit einem Aufpreis für den Versand einhergehen, da sie zum Teil nicht maschinell verarbeitet werden können. 

Und nun – an die Umschläge, fertig, los! Mit einer individuellen Gestaltung macht Ihr die ausgefallenen Kuverts zu absoluten Unikaten. Wir empfehlen auf Instagram den Hashtag #nomoreboringenvelopes als Inspiration zu nutzen. Ihr werdet sehen: Den Gestaltungsideen sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

Und psst – das gilt sogar für das Innenfutter!

Teilen Sie diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.