Luma Künstlerpapiere – Interview mit Mangaka Nashi

Die deutsche Mangaka Nashi hat Luma und Ihre Freunde für die Cover der Luma Künstlerpapiere gezeichnet. Wir haben sie zum Interview getroffen.

Vier Charaktere schmücken die neuen Luma Künstlerpapiere. Die lebendigen Zeichnungen stammen von der deutschen Mangaka Nashi, die in den kreativen Entwicklungs-Prozess der neuen Produktreihe eingebunden war. Wir haben die unglaublich sympathische Illustratorin gebeten, uns in einem Interview mehr über sich und die Luma Künstlerpapiere zu erzählen. Seit dem 01. Oktober könnt Ihr Luma Künstlerpapiere in Designboxen und Refills exklusiv bei Papier Direkt kaufen. Heute erfahrt Ihr im ersten Teil unseres Gesprächs mehr über Nashi und ihre Liebe zu Manga und der japanischen Kultur.




Stell Dich bitte kurz vor. Wer bist Du und wie bist Du zur Manga Art gekommen?


Mein Name ist Nashi, Ich bin eine professionell arbeitende Mangakünstlerin und Illustratorin.


Meinen ersten Kontakt zu Manga hatte ich so mit fünf oder sechs Jahren. Die Zeichentrickserien Heidi und Sailormoon haben mich total fasziniert. Ich war direkt begeistert, heute weiß ich genau, warum. Die Zeichner und Autoren der Mangas und Anime entwickeln tiefgehende Geschichten und lassen die Charaktere durch Herausforderungen wachsen. Dieses Wachsen erlebt man als Zuschauer voller Spannung mit.


Mit dem Zeichnen habe ich in der frühen Kindheit angefangen, so mit drei oder vier Jahren. Seit 2006 arbeite ich professionell und somit mit den verschiedensten Medien. Aufgrund der täglichen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Stiften, Papieren und Tools erkenne ich feinste Nuancen, Vor- und Nachteile eines spezifischen Mediums.


Ich habe bisher fünf eigene Mangas mit jeweils so 200 Seiten veröffentlicht, dazu diverse Kurzgeschichten und ein Illustrationsbook.


Mich kann man auf vielen Messen im deutschsprachigen Raum treffen, immer mehr aber auch auf internationalen Conventions wie in London oder Paris. Dort bin ich dann als Künstlerin und natürlich auch einfach als Manga-Fan.



Zu meinen Allzeitfavoriten gehören neben Sailormoon auch die Filme des Studio Ghibli. Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland sind nur zwei davon. Ich finde den klassischen Zeichenstil der Studio Ghibli Filme unglaublich toll.



Wie ist Dein Bezug zu Japan, was fasziniert Dich daran? Warst Du schon einmal dort?


Ich war leider noch nicht in Japan, würde aber total gern dorthin reisen. Mich begeistert die Kultur, dieses Bewusstsein für Traditionen und Momente der Stille. Aber auch die moderne Popkultur, die diese Traditionen neu formt und definiert, macht mich neugierig.

Gerne würde ich eine Reise nach Japan auch mit meiner Arbeit verbinden. Mit japanischen Zeichnern und Autoren gemeinsam ein Projekt zu schaffen, das die Kultur und diese japanische Liebe zum Detail tiefer erkundet, das fänd ich toll.

Du warst eng in die Produktentwicklung der neuen Luma Produktlinie eingebunden, hast alle Papiere auf Herz und Nieren geprüft. Dabei sind viele Techniken zum Einsatz gekommen. Gibt es eine Maltechnik, die Dir am liebsten ist?


Meine Lieblingstechnik ist ganz klar Mixed Media. So habe ich die absolute Freiheit in der Auswahl der Tools und kann selbst entscheiden, welche Technik oder welche Malmittel die beste Wahl für mein Bild sind.


Mangagirl Luma als Motiv auf dem neuen Luma Markerpapier, gezeichnet von Nashi.

In der Entwicklung der Charaktere für Luma war es aber auch sehr spannend, diese Beschränkung auf Marker, Aquarell oder Skizze kreativ zu nutzen um die Möglichkeiten der einzelnen Medien wirklich auszureizen.Jedes der Luma Papiere schmückt ein eigener Charakter, der die Eigenschaften des Papiers und der Technik verkörpert.

Du hast die Charaktere entwickelt und entworfen. Was sind Deine Inspirationsquellen gewesen, wie bist Du hier vorgegangen?

Mit Luma wollen wir dem zeichenbegeisterten Publikum in Europa neue Papiere präsentieren. Die Charaktere verbinden dafür traditionelle Werte mit der modernen und auffälligen Popkultur Japans. Dieser Mix ist in Japan und auch der Manga-Szene ganz typisch. So werden zum Beispiel für den klassischen Kimono neue Stoffe, Farben und Schnitte entwickelt.


Mangagirl Luma als Motiv auf dem neuen Luma Markerpapier, gezeichnet von Nashi.

Die Charaktere vereinen Menschen mit Tierwesen und fallen durch Merkmale wie Katzenohren oder einen drachenartigen Haarzopf auf. Sie sind inspiriert von Tierarchetypen, wie man sie in der japanischen Kultur findet. Mit ihren Eigenschaften spiegeln sie auch die Qualitäten der Luma Papiere wider.


Liebe Nashi, vielen Dank für Deine Zeit, die Du dir zwischen Zeichentisch und Conventions für unser Interview genommen hast.

Dieser Teil unseres Gesprächs ist der erste von fünf Teilen. Nächste Woche Montag findet Ihr hier im Papier Direkt Blog den nächsten Part, in dem es um das neue Luma Markerpapier geht. Schaut also wieder vorbei!

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