Unsere Farbpalette im Oktober – Inspiriert von Pablo Picasso und seinem Werk „Lesende Frau“

Papiermix und Kunstpostkarte zur Farbpalette von Pablo Picasso.

Da liegt sie, den Kopf in die Hände gestützt und versunken in ihr Buch. Die „Lesende Frau“ von Pablo Picasso ist die Inspiration für unsere Farbpalette im Oktober. Wir untersuchen mit Euch, welche Farbtöne Picasso in diesem Bild nutzte und zeigen Euch, wie Ihr diese Inspiration in Eurer Papeterie umsetzen könnt. Außerdem erfahrt Ihr, wer die Frau im Bild ist. Das alles in unserer Farbpalette von Pablo Picasso im Werk „Lesende Frau“

Papiermix für die Farbpalette im Oktober

Papiermix auf Klemmbrett passend zur Farbpalette in Picassos Bild "Lesende Frau".
Ein Papiermix aus Pastellfarben und dunklen Tönen. Colorplan und Büttenpapiere sind die passenden
Papiersorten zu Picassos Gemälde von der lesenden Frau.

Für unsere Oktober-Farbpalette haben wir uns die folgenden Papiere ausgewählt:

Wer ist Pablo Picasso?

  • Am 25. Oktober 1881 wurde Pablo Picasso geboren. Sein voller Name ist Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Cipriano de la Santísima Trinidad Ruiz y Picasso. Sein Vater war Maler, der Name seiner Mutter wird sein späterer Künstlername.
  • Mit sieben Jahren trat Pablo in die Fußstapfen des Vaters und begann zu malen. Im September 1892 schrieb sich Picasso an der Schule der schönen Künste in La Coruna ein. Zwei Jahre später schuf er seine ersten signierten Gemälde. Später folgten auch Studienjahre in Malaga, Barcelona und Madrid.
  • Auf zahlreichen Reisen und in vielen Freundschaften mit anderen Künstler:innen schuf sich Picasso ein Netzwerk, das seine Arbeit bekannter machte. Beispielhaft dafür ist seine Freundschaft zur amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein, die seine Kunst unterstützte.
  • Die Entstehung des Bildes „La Mort de Casagemas“, das den Selbstmord eines Freundes aus unglücklicher Liebe behandelt, fällt in die Schaffenszeit von 1901–1904. Diese Zeit wird als blaue Periode beschrieben. Seine Bilder zeigen expressionistische und postimpressionistische Stilistiken.
  • Nach einer längeren kubistischen Phase widmete sich Picasso auch der klassizistischen Malerei und dem Surrealismus.
  • 1927 lernte er die 17-jährige Marie-Thérèse Walter kennen. Sie war zuerst sein Modell, dann auch Geliebte und schließlich die Mutter seiner Tochter Maya. Zu sehen ist Marie-Thérèse auf zahlreichen Porträts, die Picasso von ihr anfertigte.
  • Eines seiner berühmtesten Werke, „Guernica“, malte Picasso im Auftrag der republikanischen Regierung Spaniens für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung 1937. Das riesige Anti-Kriegs-Bild war die Reaktion auf die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika. Deutsche Truppen hatten die Stadt zur Unterstützung Francos bei einem Luftangriff bombardiert.
    Das NS-Regime wiederum ordnete Picassos Werke der „Entarteten Kunst“ zu und zeigte im gleichen Jahr drei seiner Bilder in einer gleichnamigen Ausstellung konfiszierter Kunstwerke aus deutschen Museen.
  • In Spanien konnte sich Picasso als Gegner Francos nicht frei bewegen. Auch das Leben im besetzten Frankreich war für ihn gefährlich. Er war als entarteter Künstler bekannt und durfte weder ausstellen noch verkaufen. Sein Ruhm bot ihm einen gewissen Schutz, es bestand aber auch die Gefahr, dass an ihm ein Exempel statuiert würde.

Ein genaues Bild vom Leben Pablo Picassos erhaltet Ihr, wenn Ihr unser Künstlerporträt lest, das hier im Papier Direkt Blog erscheint. Picasso hatte viele Beziehungen und Affären, nicht selten mit zeitlichen Überschneidungen. Die Frauen in seinem Leben dienten ihm als Musen und Modelle, waren Geliebte, Ehefrauen und Mütter seiner vier Kinder.

Seine erste Partnerin Fernande Olivier sagte über ihn:

„Er hatte nichts Verführerisches, wenn man ihn nicht kannte. Allerdings, sein seltsam eindringlicher Blick erzwang die Aufmerksamkeit, dieses innere Feuer, das man in ihm spürte, verliehen ihm eine Art Magnetismus, dem ich nicht widerstand. Und als er mich kennenzulernen wünschte, wollte ich es auch.“

Fernande Olivier

Diese Anziehungskraft war es vielleicht auch, die dazu führte, dass die junge Marie-Thérèse Walter zu seinem Modell wurde. Eines der zahlreichen Bilder, die er ab 1927 von ihr malte, ist die Inspiration für unsere Farbpalette im Oktober.

Inspiration für unsere Colorpalette – Picassos „Lesende Frau“

Die Vorlage zu unserer Farbpalette: Kunstpostkarte von Picassos Ölgemälde "Femme couchee lisant" aus dem Jahr 1939.
Das Bild „Lesende Frau“ stammt aus der surrealistische Periode Picassos. Das originale Ölgemälde mit dem Titel
„Femme couchée lisant“ ist auf den 21. Januar 1939 datiert und im Musée Picasso in Paris ausgestellt.

Eine ganze Reihe Bilder und Skulpturen zeigen das französische Modell Marie-Thérèse Walter. Wo sonst harte Formen seine Werke bestimmen, da bringt diese Bildgruppe feminine Weichheit in die Arbeiten des Künstlers. Ihre Schönheit faszinierte Picasso, der sie zu seiner Muse und später zu seiner Geliebten machte.

Picassos Malerei zeigt in diesen Werken eine Sinnlichkeit, die in lebendigen Farben, runden Formen und schwungvollen Pinselstrichen Ausdruck findet. Gleichzeitig führt uns das Bild in die Rolle, die auch Picasso gegenüber seinem Modell eingenommen hat. Wir betrachten mit Picasso gemeinsam das Objekt seiner Begierde. Marie-Thérèse liegt währenddessen – versunken in ein Buch oder ein Magazin – in einem kargen Raum, der ihren aus Schwüngen und Kurven bestehenden Körper zusätzlich betont. Der Raum fungiert als Bühne. Marie-Thérèse wird auch ohne Ihr Zutun zum Objekt der Sinnlichkeit. Die Farben im Kunstwerk unterstützen diesen Eindruck.

Die Farben von Pablo Picassos Werk „Lesende Frau“

Farbpalette von Picasso im Werk "Lesende Frau" anhand einer Kunstpostkarte bestimmt. Farbfelder auf einem Klemmbrett zeigen die Farbtöne, die der Küsntler im Bild genutzt hat.
Helle Pastelltöne begleitet von dunklem Blau und Braun. Die Farben von Figur und Umfeld stehen in deutlichem Kontrast.

Sieben Farben bilden Marie-Thérèse Walter und den Raum um sie herum auf der Leinwand nach. Der Körper des Modells ist in Pastelltönen gehalten, die von einem dunklen Blau konturiert sind. Das hellblonde Haar umrahmt ein zartrosa Gesicht. Ihr Körper ist in ein stahlblaues Kleid gehüllt. Die Kurven ihres Körpers betont Picasso, in dem er mit runden Pinselstrichen ihre Formen unterstreicht. Dafür mischt er etwas Grau in das Blau und überlagert die blaue Grundfarbe mit runden Strichen an Beinen, Po und Brüsten.

Die „Lesende Frau“ hat Picasso auf einer lederbraunen Liege in einem Raum mit grauen Wänden porträtiert. Sowohl in seiner Kargheit als auch in der Wahl der Farben zeigt sich der Raum als deutlicher Kontrast zur gemalten Muse. An der Wand hinter Marie-Thérèse sehen wir ein längliches Fenster, das Picasso mit einem hellen Mintgrün gefüllt hat.

Wer mehr über die Frauen in Pablo Picassos Leben erfahren will, findet im NZZ-Artikel Pablo Picasso und seine Göttinnen eine umfassende Wiedergabe seiner Beziehungen und ihrer Bedeutung.

Die Papeterie zur Farbpalette von Pablo Picasso

Büttenkarten und ein Briefumschlag aus hellgelbem Büttenpapier bilden das Zentrum der Papeterie zur Farbpalette von Picasso.
Die pastelligen Büttenkarten und ein Briefumschlag aus hellgelbem Büttenpapier sind das Kernstück der Papeterie. Für ausführlichere Liebeserklärungen im Brief steht ein Einleger aus Colorplan Vellum White zur Verfügung.

In Ihrer Rolle als Muse und Geliebte Picassos war Marie-Thérèse Walter bereits von Dora Maar beerbt worden, da schrieb der eher schreibfaule Maler ihr in einem Liebesbrief:

„An diesem 23. März 1936 liebe ich dich mehr als gestern und weniger, als ich dich morgen lieben werde. Ich werde dich immer lieben. Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, Marie-Thérèse.“

Pablo Picasso

Eine Papeterie für einen Liebesbrief. Dieser Gedanken hat uns bei der Zusammenstellung der Briefumschläge, Karten und Hüllen geleitet, die wir zur Farbpalette von Picasso ausgewählt haben.

Die Büttenumschläge in der Farbe Green Tea haben wir dafür mit den farbigen Büttenkarten kombiniert. Sowohl die Einzelkarte in French Blue als auch die Doppelkarte im Farbton Butter Cream passen hervorragend für einen Liebesbrief passend zur Farbpalette von Picasso. Neben den Farben begeistern sie uns mit den weichen, gerissenen Kanten, die das Büttenpapier so besonders machen. Wer für seine Sympathiebekundungen noch mehr Platz benötigt, findet im Colorplan Vellum White das passende Papier für einen Einleger.

Papiermix und Kunstpostkarte zur Farbpalette von Pablo Picasso.

Mit Akzenten in dem dunkelbraunen Colorplan Bagdad Brown verleiht man dieser Papeterie dann noch einen Extra-Touch Herbstgefühl – und das können wir doch alle gerade wirklich vertragen, oder? Also, ran ans Papier und schreibt für einen Herbst und Winter voller zwischenmenschlicher Wärme und Gefühl!

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