Die Farbpalette von August Macke im Werk „Bonner Marienkirche im Schnee“

Papiermix zur Farbpalette von August Macke. Sein Bild "Bonner Marienkirche im Schnee" liegt als Postkarte im Bild.

Mit diesem Beitrag starten wir eine neue Serie über die Farbpaletten in Kunstwerken berühmter Maler. Wir lieben es, für Euch schöne Farbkombinationen mit unseren Papieren zusammen zu stellen und Euch Inspiration für Eure Projekte zu geben. Alle unsere Color Palettes arrangieren wir um ein schönes Thema. Mal reisen wir durch die Welt, ein anderes Mal durch die Jahreszeiten. Nun lassen wir uns von Künstlern und Künstlerinnen inspirieren. Taucht mit uns in die Welt der Kunst und Ihre Farben ein.

Für den Start haben wir uns ein Bild eines deutschen Expressionisten ausgesucht, dass trotz winterlicher Stimmung in seinen Farben überrascht. Jetzt geht’s los – mit der Farbpalette von August Macke im Werk „Bonner Marienkirche im Schnee“!


Eng aneinander gedrängt stehen die Häuser da, als würden sie sich unter den schneebedeckten Dächern wärmen wollen. Weit hinten schaut sie hervor, die Bonner Marienkirche. Sie ist der Fixpunkt für August Macke, der uns den Blick aus seinem Dachgeschossfenster zeigt.
Wir erkunden diesen Ausblick mit Euch und fragen uns, welche Farben in diesem Werk besonders bedeutend sind. Daraus entsteht unsere Farbpalette für den Januar. Wie August Macke in seinem Bild, nutzen wir unsere Papiere als kreatives Werkzeug. So lässt sich diese Farbstimmung in Form von Papieren, Karten und Briefumschlägen in einer schönen Papeterie umsetzen.


Wer ist August Macke?


  • August Macke wird am 03. Januar 1887 in Meschede geboren und wächst im Rheinland auf
  • Ab 1904 Studium an der Düsseldorfer Akademie und Kunstgewerbeschule
  • Durch Aufenthalte in Paris wendet sich Macke zunächst dem Impressionismus zu
  • 1909 Heirat mit Elisabeth und Umzug an den Tegernsee
  • Während des Tegernseer Jahres steht Mackes Malweise unter dem Einfluss expressionistischer Künstler
  • 1910 Begegnung mit Franz Marc, Eintritt in den engeren Kreis der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ und Rückkehr nach Bonn

In dieser Phase seines Lebens ist das Bild „Bonner Marienkirche im Schnee“ entstanden. Wenn Ihr wissen wollt, wie es im Leben und Schaffen des Künstlers weitergeht, seht Euch unser Künstlerportrait zu August Macke an.


Vorlage für unsere Farbpalette im Januar – Das Kunstwerk „Bonner Marienkirche im Schnee“

Zurück in Bonn bezieht August Macke mit seiner Frau und dem Sohn ein kleines Haus. In dessen Dachgeschoss richtet sich der Maler sein Atelier ein. Die Aussicht aus dem südlichen Fenster zeigt ihm den Blick auf die Bonner Marienkirche, den er 1911 im Bild „Bonner Marienkirche im Schnee“ festhält.


Vorlage für unsere Farbpalette von August Macke: Das Motiv "Bonner Marienkirche im Schnee" als Postkarte auf einem Klemmbrett.
August Mackes Motiv „Bonner Marienkirche im Schnee“ als Postkarte.
Das Original: Ölgemälde auf Karton von 1911, 101,5 x 80 cm, ausgestellt in der Kunsthalle Hamburg.

Im Bild drängen sich die Häuser vor der Kirche dicht an dicht. Man blickt mit dem Maler durch das Dachgeschossfenster auf bunte Fassaden und schneebedeckte Dächer. Die namensgebende Marienkirche sehen wir erst fünf bis sechs Häuserreihen weiter hinten. Hinter dem Dach eines Wohnhauses lugt sie hervor. Den Glockenturm schneidet der Maler zudem am oberen Bildrand ab. Und doch bildet die Kirche mit einem kleinen Streifen leuchtenden Gelbs einen unübersehbaren Fokuspunkt.

Das Bild besteht fast ausschließlich aus geometrischen Farbflächen, nur ein Baum im Hinterhof und einige Sträucher im Vordergrund heben sich davon ab. Macke malte mit Ölfarben auf Pappe. Der Pinselstrich ist in der pastösen Ölfarbe gut zu sehen. Neben der Farbpalette von August Macke ist es das, was das Bild warm und nahbar erscheinen lässt.

Es ist eines der Bilder, bei dem vielleicht dem ein oder anderen Museumsbesucher der Gedanke durch den Kopf huscht: „das hätte ich auch malen können.“ So einfach ist es aber natürlich nicht. Eine Reduktion der Details zu Gunsten des Ausdrucks gelingt nicht ohne eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Motiv und der Technik. Das ist es genau, was Macke ausmacht. In seinem Rheinischen Expressionismus verbindet er alltägliche, fast belanglose Szenen mit einer Malerei, in der Farbe und Licht immer bedeutender wird.


Übrigens: Neben der Marienkirche im Schnee gibt es das Motiv auch in einer sommerlichen Variante mit leicht abweichendem Blickwinkel.


Die Farbpalette des Bildes „Bonner Marienkirche im Schnee“

Im Bild „Bonner Marienkirche im Schnee“ gibt es eine Gruppe dominanter Farben. Das Rostrot der Hausfassaden, das dunkle Braun oder Schwarz der Dächer, welches nach hinten hin an Intensität abnimmt sowie das Weiß des Schnees. Der Kontrast zwischen dem rötlich braunen Farbton der Häuser und dem kalten Schnee wird dadurch verstärkt, dass dem Weiß etwas Blau beigemischt ist.


Die Farbpalette von August Macke als Farbfläche neben der Postkarte des Motivs.
Mackes Farbpalette des Motivs „Bonner Marienkirche im Schnee“: Rostrot, Weiß,
Schwarzbraun, Gelb, Hellblau und Pistaziengrün

Zu diesen dominanten Farben kombiniert Macke weitere Akzentfarben. Das Gelborange der Marienkirche nimmt im Bild nur eine kleine Fläche ein, ist aber von so einer Strahlkraft, dass es die Kirche unübersehbar macht. Über der Kirche erstreckt sich ein blassblauer Himmel. Das Hellblau scheint sich in den hinteren Dächern und im kühlen Schnee zu spiegeln. Wie wichtig das helle Pistaziengrün in Mackes Bild ist, haben wir auch erst beim zweiten oder dritten Blick gesehen. Ob dieses Haus in der Realität nicht eher beigegrau war, können wir nicht sagen. Wir glauben, hier ist Macke seinem Wunsch nachgegangen, die Realität mit wunderbaren Farben kreativ umzugestalten.


Papiermix verschiedener Papiersorten, die sich an der Farbpalette von August Macke orientieren.
Colorplan, Hot Colors, Büttenpapier und Tintoretto Ceylon im Papiermix passend zur Color Palette von August Macke

Die Farbpalette von August Macke im Papiermix

Wir sind keine Kunsthistoriker und nähern uns den Bildern über das, was wir sehen. Und das ist bei Macke eine Lust an Farben, die wir definitiv mit ihm und Euch teilen!
Seine Farbpalette übersetzen wir für Euch in einen Mix diverser Papiersorten und die passenden Farbwerte für digitale Designs. Das Farbsortiment der Papiersorte Colorplan ist so breit aufgestellt, dass wir die Farbpalette von August Macke im Bild auch bequem ausschließlich aus dieser Sorte zusammenstellen könnten. In unserer Liste findet Ihr aber auch die Sorten Hot Colors und Tintoretto Ceylon sowie ein Büttenbriefumschlag in der Farbe French Blue. Das macht es etwas organischer und sorgt außerdem für spannende Unterschiede in der Haptik der Papiere.


Papiermix passend zur Farbpalette von August Macke. Eine Postkarte seines Gemäldes "Bonner Marienkirche im Schnee" liegt oben auf.
Unser Papiermix zur Farbpalette von August Macke nach
der Vorlage „Bonner Marienkirche im Schnee“.

Papeterie in der Farbpalette von August Macke

Passend zur Farbpalette von August Macke haben wir eine Papeterie zusammengestellt. Natürlich könnt Ihr den Mix mit den anderen Farben erweitern, wir haben uns in diesem Beispiel auf vier Farben konzentriert.


Farbige Papeterie passend zur Farbpalette von August Mackes Bild der Bonner Marienkirche.
Pistaziengrün, Hellgrau, Rostrot und French Blue sind
die Farben der Papeterie, die wir für Euch zusammengestellt haben.


Gefällt Euch die Vorstellung einer Farbpalette am Beispiel eines Kunstwerks? Dann schaut spätestens nächsten Monat wieder in den Blog, wenn wir die Colorpalette im Februar vorstellen. Zu welchem Künstler oder welcher Künstlerin? Das wird noch nicht verraten, aber so viel können wir sagen – Macke mochte ihn auch.

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